In den nächsten Tagen werden wir wieder ein kleines Update machen. Youtube hat ein paar unserer Lieder gelöscht. Mal sehen, ob wir ein paar andere Versionen dafür hochladen können. Ansonsten wünschen wir allen ein erfolgreiches Sommersemester 2010.
Wir wünschen allen Bundes-, Cartell- und Farbenbrüdern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
1. Was die Welt morgen bringt,
Ob sie mir Sorgen bringt,
Leid oder Freud?
Komme, was kommen mag,
Sonnenschein, Wetterschlag,
|: Morgen ist auch ein Tag,
Heute ist heut! :|
2. Wenn’s dem Geschick gefällt,
Sind wir in alle Welt
Morgen zerstreut!
Drum laßt uns lustig sein!
Wirt, roll’ das Faß herein!
|: Madel, schenk ein, schenk ein!
Heute ist heut! :|
3. Ob ihren Rosenmund
Morgen schön Hildegund
Anderen deut -
Darnach ich nimmer frag’,
Das schafft mir keinen Plag’,
|: Wenn sie mich heut nur mag -
Heute ist heut! :|
4. Klingklang, stoßt an und singt!
Morgen vielleicht erklingt
Sterbegeläut!
Wer weiß, ob nicht die Welt
Morgen in Schutt zerfällt!
|: Wenn sie nur heut noch hält!
Heute ist heut! :|
Da wir nun auf dem Bierprügel ein neues Blog System installiert haben, können wir jetzt auch auf aktuelle Themen eingehen. Auf Spiegel Online habe ich in der letzten Woche einen relativ neutralen Artikel über Studentenverbindungen gefunden. Vorgestellt wird hier die K.D.St.V. Burgundia Leipzig im CV zu Düsseldorf.
Wer drin ist, bleibt drin, bis er Alter Herr ist. Eine Kündigung kennen Studentenverbindungen nicht, Neulinge müssen sich bewähren. Es ist ein sonderbares Männerleben zwischen Couleur und Zipfeltausch, Vollwichs und Bierverschiss – zu Besuch bei der Burgundia-Leipzig in Düsseldorf.
Jonas Holtkemper eilt über den langen Flur, vorbei an Fernsehraum, Wohnküche und den Wandbemalungen in altertümlicher Schrift. Er klopft an die Zimmertür von Thomas Bogs, das Holz scheppert unter seiner Hand: “Du ziehst gleich den Wichs fürs Foto an”, ruft Holtkemper. Ein knappes “Ja” tönt aus dem Raum zurück.
Minuten später taucht Thomas Bogs im Erdgeschoss des Hauses wieder auf. Der “Vollwichs” schindet Eindruck: Eine Schärpe spannt sich über die schnieke Jacke, die weiße Hose steckt in Gamaschen, dazu lange Handschuhe. Auf dem Scheitel trägt der Student einen Hut, leuchtend orange und mit einem Gummiband gesichert. Die Uniform sieht ein wenig aus wie aus dem Fundus eines Historienfilms.
Holtkemper und Bogs sind bei der Studentenverbindung Burgundia-Leipzig zu Düsseldorf. Der eine als Vorsitzender (“Senior”), der andere als Fux, also im ersten Mitgliedsjahr. Die Hierarchie ist eindeutig: Füxe rackern bei Veranstaltungen, lernen die Eigenheiten des Verbindungslebens kennen und müssen sich am Ende ihrer zweisemestrigen “Probezeit” in der Burschenprüfung beweisen. Bis zu fünf Stunden lang werden sie unter anderem zur Geschichte der Uni und der Verbindung befragt.
Ein großzügiges Wohnhaus in der Düsseldorfer Chlodwigstraße ist Mittelpunkt des Verbindungslebens für die Mitglieder der Burgundia-Leipzig. In den oberen Stockwerken wohnen einige der Mitglieder in schlichten Einzelzimmern, im Erdgeschoss und Keller sind die Gemeinschaftsräume. Die Uniformen werden im “Chargenzimmer” aufbewahrt, im Veranstaltungssaal und an den beiden Theken treffen sich die Burgunden zu offiziellen Anlässen oder für ein gemeinsames Altbier nach Feierabend. Überall im Haus sind die Farben der 130 Jahre alten Korporation zu sehen, viele Wände des schlichten Baus sind mit Andenken und Fotos geschmückt.Senior Holtkemper kam wie viele Neulinge zu Beginn seines Medizinstudiums wegen des günstigen Zimmers zur Burgundia. Sein Großvater, ebenfalls in einer Studentenverbindung, brachte ihn auf die Idee. Das Angebot ist verlockend: 15 Quadratmeter kosten hier 150 Euro warm, karge Möblierung inklusive. Ein Jahr können die Interessenten auf dem Haus Verbindungsluft schnuppern, wie es im Jargon heißt. Dann müssen sie sich entscheiden: Entweder sie ziehen wieder aus oder treten als Fux in die Verbindung ein.
Politisch von konservativ bis ganz rechts außen
So haben sie Zeit genug, um sich mit den gängigen Vorurteilen gegenüber den Studenten in Verbindungen und Burschenschaften auseinander zu setzen: Über sinnfreie Trinkgelage, unfaire Klüngelei und rechtsradikale Tendenzen schimpfen die Kritiker. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Zusammenschlüssen sowie den zahlreichen Dachverbänden.
Der Forscher und Buchautor Dietrich Heither untersucht seit 20 Jahren kritisch die Verbindungsszene und hat ein Spektrum “vom gemäßigten Konservativismus bis hin zum rechten Rand” ausgemacht: “Gerade unter dem Dachverband ,Deutsche Burschenschaft’ finden sich Ansätze braunen Gedankenguts.”
Doch die Burgunden, Mitglied im katholischen Cartellverband, gehen wie viele andere Verbindungen auf Distanz: “Leute mit solchen Ansichten werden bei uns nicht geduldet”, sagt Holtkemper und verweist auf Bundesbrüder mit ausländischen Wurzeln. Die Düsseldorfer geben sich offen, um den gängigen Klischees zu begegnen: An vielen Veranstaltungen können Gäste teilnehmen.
Stolz sind die Burgunden auf ihre lange Tradition: Vor genau 130 Jahren in Leipzig gegründet, unter dem Druck der Nazis aufgelöst und nach dem Krieg in Düsseldorf zu neuem Leben erweckt. Von den alten Zeiten zeugen Ahnenfotos, ebenso wie die historischen Fahnen am Kopfende des Saals. Davor ein imposanter Stuhl, kunstvoll geschnitzt und reich verziert. Hier nimmt der Senior Platz, um die wichtigen Zusammenkünfte zu leiten: Ob”Kneipe” oder “Kommers” – die offiziellen Treffen laufen nach festen Regeln ab. Bei solchen Gelegenheiten tauschen befreundete Mitglieder ihre “Zipfel”, kleine Metallanhänger mit persönlicher Widmung.
Tradition ist Trumpf: Rauschende Bälle, enge Gemeinschaft
Gerade die Traditionen sind es, die viele Mitglieder faszinieren. “Verbindungen, die Wert auf Formen und Ablauf legen, haben keine Nachwuchssorgen”, berichtet Holtkemper. So auch die Burgunden, bei denen gerade sechs Neulinge ihr Fuxenjahr durchlaufen. Vielen gefallen die festliche Atmosphäre, rauschende Bälle und die enge Gemeinschaft. Burgunde Robert Austerschmidt erklärt: “Innerhalb der Gruppe braucht niemand Angst vor Fehlern haben, mit Zusammenhalt und Beistand kann die Verbindung für den Einzelnen wie eine Familie sein.”
Grundstein der gegenseitigen Verpflichtungen ist das Lebensbundprinzip, dem sich jedes Mitglied verschreibt. Ein Austritt nach dem Fuxenjahr ist in den Statuten nicht vorgesehen. Zum Ende des Studiums wechseln die Mitglieder in die Riege der “Alten Herren”. Mit ihren Mitgliedsbeiträgen, aber auch durch ihre Kontakte, helfen sie den jungen Studenten, etwa bei der Praktikumssuche und beim Berufseinstieg.”Wer allerdings allein wegen des Vitamin B in eine Verbindung eintritt, erleidet sehr schnell Schiffbruch”, sagt Holtkemper. Die Veranstaltungen im üppigen Semesterprogramm und deren Vorbereitung kosten viel Zeit, von jedem Mitglied wird volles Engagement erwartet. Mal steht ein Vortrag an, mal ein Bummel in den Nachbarstädten. Hinzu kommt das “Chargieren”, der Besuch bei offiziellen Veranstaltungen befreundeter Verbindungen. Ebenso sollte jedes Mitglied mal ein Amt in der Gemeinschaft übernommen haben.
Inzwischen scharen sich ein Dutzend Mitglieder um die rustikale Theke im Veranstaltungssaal. Hinter dem schwarzen Altbier-Fass trohnt ein ausgestopfter Reineke Fuchs als Maskottchen der jüngsten Mitglieder. Für den Abend ist ein gemeinsames Festessen angesetzt. Ein Fux will sich beweisen. Es riecht nach geschmorten Hähnchenkeulen, der Gastgeber schmückt im Keller die lange Tafel für seine Bundesbrüder. “Essen ist fertig”, meldet er an die Theke im großen Saal. Einen Moment später zieht der Tross zur Tafel. Den Vollwichs legt Bogs aber ab: Für das gemütliche Beisammensein an diesem Abend reicht das schmale Couleurband in den Verbindungsfarben völlig aus.
Quelle: Spiegel / Autor: Daniel Borchardt / Link
Seit heute hat der Bierprügel ein neues Design. Wir hoffen es gefällt Euch. Nun gibt es die Möglichkeit zu den einzelnen Liedern und Einträgen Kommentare zu hinterlassen und wir freuen uns auf Eure Meinung. Bis morgen früh werden wir auch einen Liederindex erstellen, den Ihr in der oberen Menueleiste finden werdet. An diesem Wochenende müssten wir eigentlich mit den restlichen Arbeiten am Bierprügel fertig werden.
Wie versprochen, haben wir außerdem 9 neue Lieder hochgeladen.
Wir wünschen Euch viel Spaß auf dem neuen Bierprügel.
Max & Gringo
1 Wo de Nordseewellen trecken an de Strand,
Wor de geelen Blöme bleuhn int gröne Land,
|: Wor de Möwen schrieen gell int Stormgebrus,
Dor is mine Heimat, dor bün ick to Hus. :|
2 Well’n un Wogenruschen weern min Weegenleed,
Un de hohen Dieken seh’n min Kinnertied,
|: Markten ok min Sehnen un min heet Begehr:
Dör de Welt to flegen, ower Land un Meer. :|
3. Wohl hett mi dat Lewen all min Lengen still,
Hett mi all dat geven, wat min Hart erfüllt;
|: All dat is verswunnen, wat mi drück un dreev,
Hev dat Glück woll funnen, doch dat Heimweh bleev. :|
4. Heimweh nach min schöne, gröne Marschenland,
Wor de Nordseewellen trecken an de Strand,
|: Wor de Möwen schrieen gell int Stormgebrus,
Dor is mine Heimat, dor bün ick to Hus. :|
Ännchen von Tharau ist, die mir gefällt,
Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.
Annchen von Tharau hat wieder ihr Herz
Auf mich gerichtet in Lieb’ und in Schmerz.
Annchen von Tharau, mein Reichthum, mein Gut,
Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!
Käm’ alles Wetter gleich auf uns zu schlahn,
Wir sind gesinnet bei einander zu stahn.
Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein
Soll unsrer Liebe Verknotigung seyn.
Annchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn,
Mein Leben schließ’ ich um deines herum.
Recht als ein Palmenbaum über sich steigt,
Je mehr ihn Hagel und Regen anficht;
So wird die Lieb’ in uns mächtig und groß
Durch Kreuz, durch Leiden, durch allerlei Noth.
Annchen von Tharau, mein Reichthum, mein Gut,
Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!
Würdest du gleich einmal von mir getrennt,
Lebtest, da wo man die Sonne kaum kennt;
Ich will dir folgen durch Wälder, durch Meer,
Durch Eis, durch Eisen, durch feindliches Heer.
Was ich gebiete, wird von dir gethan,
Was ich verbiete, das läßt du mir stahn.
Was hat die Liebe doch für ein Bestand,
Wo nicht Ein Herz ist, Ein Mund, Eine Hand?
Wo man sich peiniget, zanket und schlägt,
Und gleich den Hunden und katzen beträgt?
Annchen von Tharau, das woll’n wir nicht thun;
Du bist mein Täubchen, mein Schäfchen, mein Huhn.
Was ich begehre, ist lieb dir und gut;
Ich laß den Rock dir, du läßt mir den Hut!
Dies ist uns Annchen die süsseste Ruh,
Ein Leib und Seele wird aus Ich und Du.
Dies macht das Leben zum himmlischen Reich,
Durch Zanken wird es der Hölle gleich.
1. Nun leb’ wohl, du kleine Gasse,
Nun adé, du stilles Dach!
Vater, Mutter sah’n mir traurig,
|: Und die Liebste sah mir nach. :|
2. Hier in weiter, weiter Ferne,
Wie’s mich nach der Heimat zieht!
Lustig singen die Gesellen,
|: Doch es ist ein falsches Lied. :|
3. Andre Städtchen kommen freilich,
Andre Mädchen zu Gesicht;
Ach, wohl sind es andre Mädchen,
|: Doch die eine ist es nicht. :|
4. Andre Städtchen, andre Mädchen,
Ich da mitten drin so stumm.
Andre Mädchen, andre Städtchen;
|: O wie gerne kehrt’ ich um. :|
1. Der Papst lebt herrlich in der Welt,
es fehlt ihm nie an Ablaßgeld;
er trinkt vom allerbesten Wein:
drum möcht ich auch der Papst wohl sein.
2. Doch nein, er ist ein armer Wicht,
ein holdes Mädchen küßt ihn nicht;
er schläft in seinem Bett allein:
drum möchte ich der Papst nicht sein.
3. Der Sultan lebt in Saus und Braus,
er wohnt in einem Freudenhaus
voll wunderschönen Mägdelein:
drum möcht ich wohl der Sultan sein.
4. Doch nein, er ist ein armer Mann,
denn folgt er seinem Alkoran,
so trinkt er keinen Tropfen Wein:
drum möcht ich auch nicht Sultan sein.
5. Geteilt veracht ich beider Glück
und kehr in meinen Stand zurück;
doch das geh ich mit Freuden ein:
halb Sultan und halb Papst zu sein.
6. Drum Mädchen, gib mir einen Kuß,
denn jetzt bin ich dein Sultanus!
Ihr trauten Brüder, schenket ein,
damit ich auch der Papst kann sein!
Reicht mir das alte Burschenband
Und reicht die alte Klinge,
Daß ich zum Ritt gen Heidelberg
Mich jetzt aufs Rößlein schwinge.
Heut fühl ich heiß Studentenblut
Durch Herz noch einmal wallen,
Mir ist, als hört ich Becherklang
Und Schlägerklirren schallen.
Mir ist, als säh ich jugendfrisch
Die alten Freunde wieder,
Als hörte ich von Lieb und Wein
Die alten frohen Lieder.
Und wie von jungem Liebestraum
Die alten Lieder tönen,
|: Mir ist, als säh ich wieder sie,
Die Schönste aller Schönen. :|
Da streut noch einmal auf die Welt,
Der Frühling seine Blüten,
Wie damals, als in Lieb’ und Lust
Die jungen Herzen glühten.
Füllt mir den Becher bis zum Rand,
Und hell sei angeklungen,
Zur Ehr’ und Preis von Heidelberg,
Dem alten, ewig jungen!
Jonas Holtkemper eilt über den langen Flur, vorbei an Fernsehraum, Wohnküche und den Wandbemalungen in altertümlicher Schrift. Er klopft an die Zimmertür von Thomas Bogs, das Holz scheppert unter seiner Hand: “Du ziehst gleich den Wichs fürs Foto an”, ruft Holtkemper. Ein knappes “Ja” tönt aus dem Raum zurück.
Ein großzügiges Wohnhaus in der Düsseldorfer Chlodwigstraße ist Mittelpunkt des Verbindungslebens für die Mitglieder der Burgundia-Leipzig. In den oberen Stockwerken wohnen einige der Mitglieder in schlichten Einzelzimmern, im Erdgeschoss und Keller sind die Gemeinschaftsräume. Die Uniformen werden im “Chargenzimmer” aufbewahrt, im Veranstaltungssaal und an den beiden Theken treffen sich die Burgunden zu offiziellen Anlässen oder für ein gemeinsames Altbier nach Feierabend. Überall im Haus sind die Farben der 130 Jahre alten Korporation zu sehen, viele Wände des schlichten Baus sind mit Andenken und Fotos geschmückt.Senior Holtkemper kam wie viele Neulinge zu Beginn seines Medizinstudiums wegen des günstigen Zimmers zur Burgundia. Sein Großvater, ebenfalls in einer Studentenverbindung, brachte ihn auf die Idee. Das Angebot ist verlockend: 15 Quadratmeter kosten hier 150 Euro warm, karge Möblierung inklusive. Ein Jahr können die Interessenten auf dem Haus Verbindungsluft schnuppern, wie es im Jargon heißt. Dann müssen sie sich entscheiden: Entweder sie ziehen wieder aus oder treten als Fux in die Verbindung ein.
Gerade die Traditionen sind es, die viele Mitglieder faszinieren. “Verbindungen, die Wert auf Formen und Ablauf legen, haben keine Nachwuchssorgen”, berichtet Holtkemper. So auch die Burgunden, bei denen gerade sechs Neulinge ihr Fuxenjahr durchlaufen. Vielen gefallen die festliche Atmosphäre, rauschende Bälle und die enge Gemeinschaft. Burgunde Robert Austerschmidt erklärt: “Innerhalb der Gruppe braucht niemand Angst vor Fehlern haben, mit Zusammenhalt und Beistand kann die Verbindung für den Einzelnen wie eine Familie sein.”



